Patchworkfamilie

Patchworkfamilie: ein paar Regeln für den Weg dorthin

Herausgegeben vom Team Share(d)

Mehr als 10 % der Familien in Frankreich sind Patchworkfamilien. Dieses neue Familienmodell hat offensichtlich neue Fragen und Herausforderungen für getrennte Eltern und ihre Kinder aufgeworfen.

Es gibt weder ein Wunderrezept noch eine einzige Methode, um eine Musterfamilie zu werden.

Die Eltern, Stiefeltern und Kinder des Haushalts können jedoch gemeinsam alle Chancen wahrnehmen, damit jeder seinen Platz in der Patchworkfamilie findet und einnimmt.

Versetzen Sie sich für ein paar Momente in die Lage des anderen.

Sie haben eine Trennung hinter sich und wollen Ihre Kinder schützen. Sie wollen sich aber dennoch ein neues Leben aufbauen und das ist normal! Haben Sie sich jedoch die Zeit genommen, sich in die Lage der Menschen um Sie herum zu versetzen?

  • In die Lage Ihres neuen Partners, der sich fragt:
    • Wie er sich von Ihren Kinder nennen lassen soll;
    • Ob er das Recht hat, bei einem Konflikt zwischen Ihnen und Ihrem Kind einzugreifen;
    • Wie seine Rolle als Stiefvater aussehen soll;
    • Was Sie von ihm erwarten;
    • Ob Ihre Kinder die Situation wirklich akzeptieren;
    • Ob Ihre Kinder ihn mögen.
  • In die Lage Ihrer Kinder, die sich fragen:
    • Wie sie Ihren Ehepartner nennen sollen;
    • Ob sie wirklich zu Hause sind, oder eher bei „ihrer Mutter und deren Partner“;
    • Wie sie die Kinder Ihres Ehepartners betrachten sollen;
    • Wie ihr Vater damit umgehen wird, wenn sie sich mit Ihrem neuen Ehepartner gut verstehen.

Und in der Zwischenzeit fragen Sie sich natürlich:

  • Wann und wie sollten Sie sie dem neuen Ehepartner vorstellen?
  • Wie schaffen Sie es, dass sich Ihre Kinder immer zu Hause fühlen?
  • Wie verhalten Sie sich gegenüber Ihrem Ehepartner vor den Kindern?
  • Wie erzieht man Kinder, wenn man sie nicht Vollzeit hat?
  • Sollte man ihnen mehr Zeit lassen? Ist dies der Zeitpunkt, um hart durchzugreifen?

Wenn Sie sich die Zeit nehmen, sich die Fragen Ihres Kindes und Ihres Ehepartners zu stellen, können Sie auch ihre Ängste verstehen und daher den Austausch mit ihnen ruhiger angehen, indem Sie auf die grundlegenden Themen eingehen!

Sie können auf diese Weise gemeinsam die passenden Antworten auf einige ihrer Fragen finden und Ihre Lieben aufmuntern.

„Geduld ist die Mutter aller Tugenden“

Geben Sie Ihrem Kind, unabhängig vom Alter, etwas Zeit, um mit der Situation zurechtzukommen. Auch wenn es nicht in die Entscheidungen Ihres Privatlebens eingreifen soll, wird es durch diese dennoch beeinträchtigt.

Diese aufeinanderfolgenden Veränderungen in seinem Leben (Trennung seiner Eltern / Patchworkfamilie) werden ihm aufgezwungen, und es kann Zeit brauchen, um seinen Platz im neuen Familienmuster zu finden.

Bedingungslose Liebe

Gerade in diesem Moment muss es die Kraft der bedingungslosen Liebe seiner Eltern am meisten spüren.

  • Um ihm zu versichern, dass er einen festen Platz in Ihrem Herzen hat.
  • Um das Gefühl des Verrats (gegenüber Ihrem) zu vermeiden, das es möglicherweise empfindet, wenn es Ihren neuen Ehepartner „akzeptiert“: Man spricht auch vom Loyalitätskonflikt gegenüber dem anderen Elternteil.
  • Um ein Konkurrenzverhalten gegenüber Ihrem neuen Ehepartner abzuwenden, dessen Ziel es ist, Sie zur Stellungnahme zu zwingen.

Wenn Sie Ihr Kind zu Besuch empfangen (z. B. jedes zweite Wochenende), ist es außerdem wichtig, es vollständig in die Familienausflüge einzubeziehen, damit es sich nicht aus dem neuen Familienkreis ausgeschlossen fühlt.

Helfen Sie ihm, indem Sie parallel dazu regelmäßig Gesprächen unter vier Augen gewidmete Momente beibehalten, sodass es sich Ihnen gegenüber öffnen kann.

Der Umgang mit Konflikten innerhalb der Patchworkfamilie

Umgeben Sie Ihr Kind mit all Ihrer Liebe, aber setzen Sie Ihre Grenzen im Haus und ändern Sie Ihre Gewohnheiten in Bezug auf die Erziehung nicht.

Während Ihr Kind mit all den ihm auferlegten Veränderungen konfrontiert wird, braucht es mehr denn je einen soliden Rahmen. Kontinuität und Stabilität in Ihrer Erziehung sind das A und O. Es wäre ein Fehler, alles auf es abzuwälzen unter dem Vorwand, dass die Situation schon schwierig genug ist.

Wenn es einen Konflikt gibt, nehmen Sie sich die Zeit, diesen mit ihm zu besprechen und Ihre Position zu erklären. Zögern Sie nicht, Ihren Ehepartner zu nominieren, wenn Sie sein Eingreifen legitimieren wollen, anstatt die Dinge unausgesprochen zu lassen.

Erhalten Sie die Beziehung zu Ihrem ehemaligen Ehepartner aufrecht

Pflegen Sie zum Wohle aller Mitglieder Ihrer Patchworkfamilie, eine Beziehung zu Ihrem Ex.

Es ist ja normal, dass er wissen möchte, in welchem Umfeld und mit wem sein Kind zum Teil aufwachsen wird. Aber darüber hinaus gilt: Je mehr Informationen Sie ihm geben, desto weniger wird er Ihr Kind auf Umwegen ausfragen. Auf diese Weise haben Sie vielleicht mehr Kontrolle darüber, was Sie Ihrem Kind mitteilen möchten, und vermeiden, dass sich Ihr Kind schuldig fühlt (erzählen? nicht erzählen?) und in die unangenehme Rolle des Boten gerät.

Vergessen Sie nicht, dass es kein einheitliches Rezept für eine erfolgreiche Patchworkfamilie gibt

Nur ein Schlagwort: Gleichgewicht. Hören Sie Ihrem Kind, Ihrem neuen Ehepartner und vor allem sich selbst zu!

Denken Sie daran, dass es viele getrennte Eltern gibt, die den gleichen Bewährungsproben durchmachen und sich die gleichen Fragen stellen. Und zögern Sie nicht, sich helfen zu lassen, wenn Sie das Bedürfnis danach verspüren!

PS: Wenn Sie Kommentare oder Erfahrungen zu diesem Thema haben, zögern Sie bitte nicht, unser Team zu kontaktieren, um diese mit anderen geschiedenen oder getrennt lebenden Eltern zu teilen und das Thema zu vertiefen.

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