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Co-Parenting: Kontrolle der Nutzung von sozialen Netzwerken seitens Ihrer Kinder (mit Ihrem/Ihrer Ex)

Herausgegeben vom Team Share(d)

Sie hören jeden Tag davon: soziale Netzwerke werden immer wichtiger in Ihrem Leben und dem Ihrer Kinder. Und das fängt schon sehr früh an!

Welche Ratschläge können wir ihnen geben, um ihnen den Umgang mit diesen neuen Plattformen des Austauschs zu erleichtern? Wie und warum sollten Sie ihre Verwendung kontrollieren?

Lassen Sie sich von diesem kurzen Leitfaden für bewährte Verfahren zu einem grundlegenden Aspekt der Ausübung des Co-Parentings im 21. Jahrhundert leiten!

Zum Einstieg: ein kleines Update zu den sozialen Netzwerken

Sind Sie mit allen sozialen Netzwerken vertraut? Facebook, Twitter und Snapchat sind einige der bekanntesten. Diese Tools entwickeln sich jedoch ständig weiter und Sie müssen sich auf dem Laufenden halten, um deren Nutzung seitens Ihrer Kinder besser kontrollieren zu können!

Um Ihnen zu helfen, haben wir für Sie eine kleine, nicht erschöpfende Liste dieser Netzwerke zusammengestellt. Es liegt bei Ihnen, mehr über ein jedes dieser Netzwerke zu erfahren, wenn Sie das möchten:

  • Instant-Messaging-Anwendungen : Whatsapp, Skype …
  • Foto-/Video-Sharing-Anwendungen : Instagram, Youtube, Tumblr, Pinterest, Vine …
  • Online-Spielanwendungen wie Moviestarplanet, usw.

Warum müssen Sie bezüglich der von Ihren Kindern installierten und verwendeten Anwendungen und Spiele vorsichtig sein?

  • Nun, weil diese Websites – Anwendungen – Spiele bei jeder Registrierung und/oder Verbindung den Vornamen, den Nachnamen, das Geburtsdatum und die Geolokalisierung Ihrer Kinder sammeln können.
  • Sie können zum Öffnen bestimmter Funktionen möglicherweise den Zugriff auf ihr Adressbuch und ihre Geolokalisierung verlangen.
  • Sie sammeln auch den Verlauf ihrer Online-Aktivitäten und verwenden im Laufe der Zeit hinterlegte Cookies, um die Interessengebiete Ihrer Kinder zu ermitteln und sie für Werbezwecke wiederzuverwenden.

Ein gut informiertes Elternteil ist mehr wert als zwei!

Des Weiteren: Definieren Sie einen gemeinsamen Rahmen für die Verwendung

Zugunsten einer besseren Kontrolle der Nutzung der Software-Tools (Tablets, Computer, Smartphones) durch Ihre Kinder können Sie zunächst einmal klare Nutzungsregeln aufzustellen, denen Sie beide zustimmen (so wie wenn Sie sich entscheiden, ihnen ein Taschengeld zu geben!)

Ab welchem Alter?

Die Entscheidung, ab welchem Alter Ihr Kind Ihrer Meinung nach in der Lage ist, diese Tools zu nutzen, und ab welchem Alte Sie ihm mehr Autonomie bei der Wahl der von ihm verwendeten Anwendungen gewähren möchten, liegt bei Ihnen.

Diese Entscheidung muss unbedingt abgestimmt und bestätigt sein, damit das Kind nicht mit einer Asymmetrie der Regeln zwischen seinen beiden Eltern und seinen beiden Heimen „jongliert“. Es hätte außerdem Schwierigkeiten, zu verstehen, warum die Regeln nicht die gleichen sind, zumal es sein eigenes Tablet oder Telefon hat, das es überall hin begleitet.

Wann und wie lange?

Die Frage der Zeit ist wahrscheinlich das wichtigste und schwierigste Thema, das Sie mit Ihrem Kind besprechen müssen. Es hat außerdem nicht das gleiche Zeitempfinden wie Sie, was die Diskussionen über die Nutzung seiner Videospiele nicht einfacher macht! 

Erarbeiten Sie mit Ihrem/Ihrer Ex gemeinsame Regeln und versuchen Sie, diese durchzusetzen. Aus Erfahrung kann ihre Durchsetzung in der Anfangsphase schwierig sein, aber wenn Sie durchhalten und beide an einem Strang ziehen, werden Ihre Kinder sie von selbst anwenden.

Lieber nach der Schule oder nach den Hausaufgaben, am Anfang oder Ende des Tages an Wochenenden … Die Entscheidung liegt bei Ihnen! (Versuchen Sie eine Nutzung vor dem Schlafengehen zu vermeiden, da diese nicht empfehlenswert ist!)

Wer hat die Kontrolle über die Geräte?

Es ist dringend davon abzuraten, Ihrem Kind die Administrationsrechte für das verwendete Gerät zu überlassen. Auf diese Weise behalten Sie die Kontrolle über die Einstellungen und stellen sicher, dass es diese nicht nach Belieben ändert. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie stets das Passwort kennen, um das Gerät bei Bedarf wieder entsperren können.

Soziale Netzwerke und Datenschutz

Denken Sie daran, sich so viel Zeit wie möglich zu nehmen, um die Datenschutzoptionen direkt in den Einstellungen Ihrer Hardware (Telefon, Tablet, Computer), aber auch in Ihrem Browser zu regulieren. Zwei Datenschutzprogramme sind besser als eins.

Es gibt eine Reihe von Tools, die die Anzeige von unangemessenen Inhalten verhindern. Informieren Sie sich! Die meisten sind kostenlos und in Ihrem Internet-Abonnement enthalten!

Auf diese Weise können Sie das Sammeln von persönlichen Daten einschränken und den Kontakt mit gefährlichen Inhalten vermeiden.

Last but not least: Die Erziehung zur Nutzung von sozialen Netzwerken

Sun Tzu würde erklären, dass man seine Schlachten auswählen muss. In diesem Fall werden Sie sich kaum gegen die Ankunft dieser Netzwerke in Ihrem Heim wehren können. Es ist eine Frage der Generation! 

Auf der anderen Seite haben Sie die Möglichkeit, Ihr Kind zu erziehen und sein Bewusstsein für die Ausartungen und potentiellen Gefahren der Netzwerke zu wecken, indem Sie ihm deren Funktionsweise erklären.

Das Bewusstsein wecken

Versuchen Sie, sich die Zeit zu nehmen, um sich mit Ihren Kindern über diese aktuellen Themen auszutauschen. Erklären Sie ihnen die bestehenden Risiken und die Gründe, warum ihre Internetnutzung überwacht und gesichert werden muss. Dies ist der Zeitpunkt, an dem Sie ihnen Ihre bewährten Praktiken weitergeben können, wie beispielsweise die Erstellung eines sicheren Passworts oder eines Pseudonyms für die anonyme Nutzung.

Sensibilisieren

Ihre Kinder für die potentiellen Gefahren des Internets zu sensibilisieren, bedeutet ebenfalls, mit ihnen die Missbräuche (über die in den Nachrichten berichtet wird) zu besprechen, die auch von jungen Internetnutzern begangen werden können. Belästigung kann jüngere Kinder betreffen, manchmal schon ab der Mittelstufe. Es ist daher wichtig, Ihren Kindern zu erklären, warum und inwiefern ihre Nutzung von sozialen Netzwerken sehr reale Auswirkungen auf das Leben der Menschen haben kann, mit denen sie kommunizieren.

Abschließend kann festgehalten werden, dass es vor allem darum geht, die Regeln des gesunden Menschenverstandes auf das „virtuelle“ Leben unserer Kinder zu übertragen. Stimmen Sie für noch mehr Erfolg bei Ihrem Co-Parenting ein paar Grundregeln ab: Ihr Kind wird in kompletter Sicherheit surfen und Sie kommen in den Genuss völliger Gelassenheit!

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