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Eltern-Burnout: Was kann man dagegen tun?

Herausgegeben vom Marjorie von 9 mois et +

Elternsein ist eine Mischung aus mit schwierigen Momenten gespickten glücklichen Augenblicken. Die Geburt ist natürlich eine wunderbare Nachricht einhergehend mit der Freude und dem Wunder, unsere Kinder und ihre Fortschritte täglich zu beobachten, ihr Lachen und ihre Diskussionen über das Warum, Wieso, Weshalb zu teilen. Diese bedingungslose Liebe für sie verleiht uns Flügel …. Aber man muss zugeben, dass eine Geburt auch ein persönlicher Tsunami ist, der vieles zutiefst Infrage stellt sowie eine Menge Angst und Stress mit sich bringt.

Was ist ein Eltern-Burnout?

Es handelt sich um eine sowohl physische als auch psychische Erschöpfung eines Elternteils, die mit den alltäglichen Schwierigkeiten mit seinem(n) Kind(ern) verbunden ist. Der Elternteil ist in seiner Elternrolle überfordert: die alltäglichen Aufgaben werden unüberwindbar, die Streitigkeiten zwischen den Geschwistern und die immer wiederkehrenden Wutanfälle der Kinder werden schwer erträglich und ihr Verhalten nervenaufreibend. Der Elternteil fühlt sich seiner Elternrolle nicht mehr gewachsen. Außer Atem blüht er in seinem Familienleben nicht mehr auf, sondern schaltet auf Automatikbetrieb um. Verbale oder körperliche Misshandlungen können auftreten, ebenso wie Schlaf- und Essstörungen.

Wie rutscht man in ein Eltern-Burnout?

Zweifel, Infragestellungen, ambivalente Gefühle gegenüber den Kindern, das Streben nach Perfektion, um auf allen Ebenen DER beste Elternteil d.h. der ideale Elternteil zu sein: Erziehung, Freizeit, Schule, Urlaub, Wohlbefinden, Gesundheit, Vereinbarung von Privatleben und beruflicher Karriere, Abgeben eines guten Selbstbildes, was auch immer passiert (schwieriger Tag, schlechte Nacht…), lückenlose Ausübung der Hausarbeit – viele Faktoren können zu einem Eltern-Burnout führen. Unter diesem Übermaß an Druck leiden sowohl die Eltern, das Kind/die Kinder als auch das Paar. Kurz gesagt, alle Eltern können an einem Burnout erkranken, denn:

  • Wir alle wollen das Beste für unsere Kinder;
  • Wir sind uns unserer Verantwortung und unseren Pflichten gegenüber unseren Kindern durchaus bewusst: Das ist im Alltag aus praktischer aber auch emotionaler Sicht nicht einfach zu bewältigen!
  • Diese Verantwortungen und Pflichten können uns auch Angst machen.
  • Wir haben neben unserer Rolle als Eltern noch andere Schwierigkeiten zu bewältigen, denn
  • die Gesellschaft setzt uns unter Druck!

Wie kann man sich davor schützen?

Man gerät nicht von heute auf morgen in ein Eltern-Burnout, sondern allmählich: Das Streben nach dem idealen Elternteil, um vor allem die Wunden der eigenen Vergangenheit zu heilen, elterliche Überinvestition und Selbstvergessenheit sind die ersten Schritte, die zur Erschöpfung führen. Bevor Sie also dorthin gelangen, fangen Sie an, sich selbst mit einer fürsorglichen Elternschaft zu versorgen!

  1. Achten Sie besonders auf Ihre Emotionen. Lernen Sie, diese zu erkennen, zu entschlüsseln, auszudrücken, ihnen zuzuhören… um sie besser handhaben und verstehen zu können, entsprechend zu handeln und Ihr Bestes zu geben?
  2. Hören Sie auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse, um Ihre Grenzen zu setzen, Ihre Organisation zu überdenken, „Nein“ zu sagen und sich zu trauen, Ihr Umfeld, Ihre Freunde/Freundinnen usw. um Hilfe zu bitten.
  3. Akzeptieren Sie Ihre Unvollkommenheit als Elternteil, um aus Ihren Unvollkommenheiten Kapital zu schlagen und ein glückliches Elternteil zu werden! Nutzen Sie Ihre Fehler, um sich weiterzuentwickeln und gemeinsam mit Ihren Kindern auf eine fürsorgliche Weise zu wachsen.

Die Teilnahme an Workshops/Schulungen zur positiven Disziplin ist auch eine gute Option, um: 

  • Aus Ihrer Isolation herauszukommen und Ihre Schwierigkeiten mit anderen Eltern zu teilen, denn Sie können sich sicher sein, dass Ihre Situation kein Einzelfall ist!
  • Konkrete und praktische Mittel zu entdecken, die Ihnen im Alltag helfen werden.

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